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Fingerprint-Handy
Fingerprint-ID-Karte
Zeilensensor-Devices
Authentifikations-Device

Beispiele für Prototyping

Die nachfolgenden Prototypen sind Beispiele, die von Mitarbeitern der Bromba GmbH oder ihrer Partnerfirmen unter Leitung von Dr. Manfred Bromba noch zu Siemens-Zeiten konzipiert, entwickelt 
und ausgeführt wurden. Sie dienten dem Geschäftssegment Biometrics der Siemens AG als Demonstrationen sinnvoller und machbarer Ideen für die Anwendung von Fingerprinterkennung.

Fingerprint-Handy

Besonders augenfällig ist der durch Fingerprint mögliche Sicherheits- und Komfortgewinn beim Handy. Hier wird heute eine PIN (Personal Identification Number) genutzt, um den unberechtigten Zugang zum Mobilfunknetz zu verhindern und damit finanziellen Schaden vom Handynutzer abzuwenden. Die PIN ist beim Normalhandy immer dann einzugeben, wenn das Gerät eingeschaltet wird. Aus Sicherheitsgründen gibt es nur drei Versuche; hat man die PIN drei Mal pro Vorgang falsch eingegeben, wird die SIM-Karte gesperrt. Eine Sperrung der Karte kann auch über den Service-Provider veranlasst werden, wenn das Gerät einmal abhanden kommen sollte, wobei der Verlust im eingeschalteten Zustand besonders kritisch ist. 
Um solche Mechanismen muss sich der Besitzer eines Fingerprint-Handys keine Gedanken mehr machen: hier erledigt sich alles durch einen simplen Fingertip. Und weil es so einfach ist, lässt sich jeder einzelne Wählvorgang per Finger(ab)druck bestätigen. Somit kann selbst ein eingeschaltet liegengebliebenes Handy niemanden mehr in Versuchung führen.
Aber es kommt noch besser: das Fingerprint-Handy erkennt nicht nur seinen rechtmäßigen Besitzer, es kann sogar mehrere Berechtigte unterscheiden und ihnen zB ihre privaten Telefonbücher und die aufgelaufenen Gesprächseinheiten zuordnen.
Die für das abgebildete Fingerprint-Handy benötigte Elektronik wurde 1998 zusammen mit der erforderlichen Firmware von unserem Partnerunternehmen Triodata und Siemens PSE (Österreich) entwickelt. Es wurde als weltweit erstes voll funktionsfähiges Fingerprint-Handy auf der CeBIT 99 vom Siemens-Bereich Information & Communication Mobile auf der Basis des damals neuen SL10 vorgestellt. Leider sind Fingerprintsensoren, und zwar als Zeilensensoren, entgegen damaligen Vorstellungen erst in Kürze so weit, dass man über eine Serienentwicklung nachdenken kann.
Eigenschaften
Einschalten wahlweise mit PIN oder Fingerabdruck
Wahlbestätigung mit Fingerabdruck einrichtbar
Handybesitzer kann jederzeit weitere Berechtigte zulassen
Zahl der speicherbaren Fingerabdrücke: bis zu 60
Zahl der speicherbaren Personen: bis zu 60
Zahl der speicherbaren Finger pro Person: bis zu 10
Zahl der speicherbaren Abdrücke pro Finger: bis zu 60

Fingerprint-ID-Karte

In vielen Anwendungen des elektronischen Geschäftverkehrs ist sicherzustellen, dass die unterschreibende Person auch wirklich die ist, die sie vorgibt zu sein. Da man Passwörter an andere Personen weitergeben kann, ist letztendlich hinterher kaum noch nachvollziehbar, wer wirklich im Sinne des deutschen Signaturgesetzes die (digitale) Unterschrift geleistet hat. Die für die CeBIT '99 entwickelte Fingerprint-ID-Karte ist ein zukunftsorientierter technischer Lösungsansatz, der das biometrische Verfahren der Fingerprint-Verifikation mit etablierten kryptologischen Methoden verbindet. Das Resultat ist eine universelle Kombikarte, die in der Lage ist, alle Geschäftsvorgänge, die eine persönliche Identifikation erfordern, zu erleichtern und die ganz nebenbei auch in den (männlichen) Hosentaschen aufräumt: Angefangen von diversesten Chip- und Magnetstreifenkarten über Führerschein und Ausweise bis hin zum Schlüsselbund lässt sich fast alles ersetzen. 
Die Fingerprint-ID-Karte enthält als abgeschlossenes System einen eingebautem Fingerabdrucksensor, ein Rechenmodul sowie einen nichtflüchtigen Speicher für Fingerabdruckmerkmale und freizuschaltende Datensätze. Fingerabdruckmerkmale können ausschließlich innerhalb der Karte und nach außen unauslesbar abgespeichert werden. Somit sind die einmaligen und unveränderlichen biometrischen Daten des Kartennutzers weder kopierbar, noch lassen sich kopierte Datensätze nutzen. Die Erkennung des Kartenbesitzers wird dem zugreifenden Dienst über ein in einem Kryptoprozessor ablaufendes asymmetrisches Challenge-and-Response-Verfahren mitgeteilt. Da sowohl die Erkennungssoftware als auch die biometrischen Fingermerkmale vollständig in der Karte als geschlossenem System verbleiben, sind Hackerangriffe von vornherein zum Scheitern verurteilt. 
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Fingerprint-ID-Karte ist die Möglichkeit, sie durch ein Trustcenter sperren zu lassen. Damit ist im Falle des Verlusts eine zusätzliche Manipulationssicherheit gegeben. Andererseits ist es dem Anwender freigestellt, sich beliebig viele Ersatzkarten bereitzuhalten. Die Sperrmöglichkeit ist durch die untrennbare Kombination eines einmaligen Schlüsselpärchens für die asymmetrische Verschlüsselung mit den einmaligen biometrischen Merkmalen des Karteninhabers gegeben. Während die biometrischen Merkmale des Karteninhabers unabänderlich sind, ist das Schlüsselpärchen austauschbar, folglich ist auch die Kombination austauschbar. Einzige Bedingung ist die Gültigkeit des jeweiligen Schlüsselpärchens (diese Information hat das Trustcenter), andernfalls kann selbst der Karteninhaber die Karte nicht nutzen.
Eigenschaften
Keine Kompromittierung der biometrischen Daten möglich
Kein Vandalismusproblem, da die komplette Biometrieeinheit persönliches Eigentum des Nutzers ist
Extrem hoher Manipulationsschutz
Universelle Einsetzbarkeit
Doppelter Schutz gegen Kartenverlust:
keine Funktion ohne den richtigen Finger
zentrale Sperrung des privat/öffentlichen Schlüsselpärchens möglich
Keine Datenschutzprobleme wie bei zentraler Merkmalsdatenhaltung
Kostengünstige Lesegeräte ohne besondere Sicherheitsanforderungen
Kartenmaße: 85.6 mm x 54.0 mm x 3.3 mm
Deutlich robuster und langlebiger als normale Smartcards

Zeilensensor-Devices

Zeilensensoren standen in dem Ruf, benutzerunfreundlich zu sein. Mit Hilfe einer ergonomischen Reihenuntersuchung konnte diese Vermutung durch diese beiden Deviceprototypen auf Basis des Fingerprintsensors von Atmel widerlegt werden. Allerdings zeigte sich, dass das Design einen erheblichen Einfluss auf die erzielbare biometrische Performanz hat. Diese Untersuchung wurde von Mitarbeitern unserer Partnerfirma SD&C durchgeführt.

Authentifikations-Device

Dieser Prototyp enthält eine vollständige Recheneinheit zur Aufnahme und Verarbeitung von Fingerabdrücken zu Testzwecken und lässt sich über ein Smartphone steuern. Es wurde von unserem Partnerunternehmen Siemens PSE in Österreich zusammen mit der Steuersoftware entwickelt und gebaut.
Last update: 2008-08-09
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