Pressemitteilung
White Paper "Datenschutz in der Biometrie"
für Datenschutzbeauftragte, Betriebsräte und Betreiber: Peter
Schaar begrüßt Initiative von TeleTrusT
Nachschlagewerk zu Risiken und Lösungen
sowie zur Rechtslage
Berlin,
16. Juni 2008. – Die AG Biometrie, eine der aktivsten Arbeitsgruppen
des TeleTrusT e.V., hat ein White Paper zum Thema "Datenschutz in der Biometrie"
verfasst. Informationen über mögliche Risiken für den Datenschutz
und Empfehlungen für datenschutzgerechte Lösungen machen das
Papier zu einer Fundgrube für alle, deren Zustimmung zu einer biometrischen
Installation in ihrer Organisation gefragt ist. Die aktuelle Rechtslage
wird dargestellt und eine Vielzahl von Links führt zu weitergehenden
Informationen.
Der Bundesbeauftragte
für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar begrüßte,
dass TeleTrusT den Datenschutzaspekt beim Einsatz von biometrischen Verfahren
aufgreife und für geplante Anwendungen als wichtiges Entscheidungskriterium
hervorhebe: "Der Schutz der Daten ist bei der Biometrie wichtig, weil hier
neben den eigentlichen Biometriedaten aus vorhandenen Überschussinformationen
besonders sensible Daten anfallen können und mit der Verbreitung von
Biometriedaten das Risiko des Missbrauchs dieser Daten steigt."
Das White Paper "Datenschutz
in der Biometrie" des Arbeitskreises "Rechtliche Aspekte der Biometrie"
kann als pdf kostenfrei von der Homepage des TeleTrusT-Vereins heruntergeladen
werden. Es richtet sich an Betreiber biometrischer Systeme, deren Ziel
es ist, datenschutzgerechte Lösungen zu installieren, die von den
Anwendern akzeptiert werden. Auch Datenschutzbeauftragte und Betriebsräte
können sich hier informieren, worauf sie bei einer biometrischen Installation
zu achten haben.
"Unter dem Dach von
TeleTrusT finden sich Know-how und Erfahrungen aus Wissenschaft, Wirtschaft
und öffentlichen Institutionen", erklärt Dr. Günther Welsch,
der Geschäftsführer von TeleTrusT. "Dieses gebündelte Fachwissen
wird in den Arbeitsgruppen durch Datenschützer und andere externe
Experten ergänzt, so dass wir zu aktuellen Themen wie dem Datenschutz
in der Biometrie kompetent Stellung beziehen und Empfehlungen aussprechen
können."
Weil biometrische
Daten "eindeutig und potenziell lebenslang" mit den Personen verbunden
sind, deren körperliche Merkmale sie erfassen, ergeben sich aus ihrer
Nutzung spezifische Risiken für die informationelle Selbstbestimmung.
Beispiele sind die Auswertung vertraulicher Zusatzinformationen, der Zwang
zur Nutzung biometrischer Systeme oder der Identitätsdiebstahl.
Die Abhandlung diskutiert
solche Risiken und stellt technische, organisatorische, gesetzliche und
vertragliche Maßnahmen vor, die vor Missbrauch schützen. Sie
gibt Empfehlungen für datenschutzgerechte Lösungen und zitiert
Entscheidungen von Gerichten und Datenschutzkommissionen. Ein umfangreiches
Quellenverzeichnis hilft dem Leser, sich im Dschungel der Gefahren, der
rechtlichen Anforderungen und der technischen Möglichkeiten zurechtzufinden.
Zum Autorenteam des
White Papers gehören Heinz Biermann (Bundesbeauftragter für den
Datenschutz und die Informationsfreiheit), Dr. Gisela Quiring-Kock (Der
Hessische Datenschutzbeauftragte) und Dr. Martin Meints (Unabhängiges
Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein), Professor Christoph
Busch vom Fraunhofer IDG (Institut für Graphische Datenverarbeitung)
und Dr. Gerrit Hornung von der Projektgruppe verfassungsverträgliche
Technikgestaltung (provet) der Universität Kassel sowie Biometrieberater
Dr. Manfred Bromba (Bromba GmbH). Das White Paper kann kostenlos im PDF-Format
herunter geladen werden: www.teletrust.de/index.php?id=150
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450 Worte, 3245
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BILDER zu dieser
Meldung:
http://www.pressebox.de/index.php?&boxid=183515
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Über TeleTrusT
Deutschland e.V.
TeleTrusT hat sich
zur Aufgabe gemacht, vertrauenswürdige und verlässliche Rahmenbedingungen
für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik zu schaffen.
Seit der Gründung vor 18 Jahren entwickelte der gemeinnützige
Verein sich zu einem weithin bekannten und geachteten Kompetenznetzwerk
in Fragen der IT-Sicherheit in Deutschland und Europa. Heute vertritt TeleTrusT
mehr als 85 Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft und Forschung sowie
Behörden.
Die Mitglieder finden
Gelegenheit, sich in einer Vielzahl spannender Themen- und Projektgruppen
zu aktuellen Fragestellungen der IT-Sicherheit und des Sicherheitsmanagements
zu engagieren. Die von TeleTrusT als Projekt betriebene European Bridge
CA stellt mittlerweile über 700.000 Public Key Zertifikate der angeschlossenen
Teilnehmer für sichere eMail Kommunikation im Internet zur Verfügung.
Mit dem von TeleTrusT eingeführten T.I.S.P.-Zertifikat können
sich Experten ihre profunden Kenntnisse zertifizieren lassen. www.teletrust.de
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