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Innenminister Volker Bouffier: Hessische Polizei nimmt flächendeckend Fingerscanner zur schnellen Identifikation von Personen in Betrieb

Sekundenschneller Abgleich mit 32 Millionen Datenbeständen / Land baut seine Spitzenposition in moderner IT-Technologie weiter aus

Wiesbaden/Frankfurt, 1. März 2007 - Die schnelle und sichere Identifikation von unbekannten oder ausweislosen Personen durch die Polizei wird in Hessen verbessert. „Digitale Fingerabdruckscanner sind ein wichtiger Teil unserer Qualitätsoffensive. Sie verkürzen die Wartezeiten bei der Identifizierung und verringern den personellen Aufwand für die Polizei“, sagte Innenminister Volker Bouffier heute anlässlich der Einführung der neuen Technologie „FAST ID“. Im Polizeipräsidium Frankfurt gab der Innenminister das Startsignal für den Einsatz von 230 der Fingerabdruckscanner, die hessenweit verteilt werden. Im Herbst folgen weitere 55 Geräte, die mobil eingesetzt werden können. Die Kosten für dieses innovative Projekt belaufen sich auf 145.000 Euro. 

„Mit dem Einsatz der Scanner bauen wir unsere Spitzenposition im digitalen Erkennungsdienst weiter aus“, so der Innenminister. Dies sei zusammen mit der digitalen Lichtbilderstellung und dem Einsatz von 43 hochwertigen Scannern, die speziell zur Aufnahme digitaler Hand- und Fingerabdrücke dienen, ein weiterer Schritt in der IT-gestützten Modernisierung des digitalen Erkennungsdienstes in der hessischen Polizei, so der Minister. Die digitale Technik, die seit 2004 kontinuierlich ausgebaut wird, verkürze den Arbeitsvorgang für die Beamten und beschleunige die Übermittlung und Nutzung der Daten. Beispielsweise sei die Zahl der erkennungsdienstlichen Behandlungen im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um weitere 30 Prozent auf insgesamt 40.813 gestiegen. 

Durch „Fast ID“ werden Anfragen der Polizeibeamten in Hessen in sekundenschnelle im online Verfahren mit dem Datenbestand des Bundeskriminalamtes abgeglichen. Mehr als 32 Millionen Datenbestände von Straftätern stehen zum Abgleich zur Verfügung. „Damit ist ein Meilenstein in der Optimierung daktyloskopischer Identifikation erreicht worden, den es zuvor in der über l00jährigen Geschichte der Fingerabdrücke nicht gegeben hat“, sagte der Minister. Im Fall einer Identifikation erfolge sofort eine Benachrichtigung des „anfragenden Polizeibeamten“. Die gesamte Kommunikation basiert auf der Grundlage des polizeilichen Informationssystems INPOL. 

„Die frühzeitige Identifizierung von Tatverdächtigen wird optimiert, was den Schutz von Opfern deutlich erhöht und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung verbessert“, ist Bouffier überzeugt. Das Projekt wurde unter der Leitung der hessischen Polizei zusammen mit den Kooperationspartnern Hamburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein entwickelt und stellt ein so genanntes „Leuchtturmprojekt“ im Rahmen der Modernisierung der hessischen Landesverwaltung dar.

 „Ein wesentlicher Aspekt“, so Innenminister Bouffier, „ist aber auch die Minimierung des Grundrechtseingriffs für den Betroffenen. Während Personen früher für den Zeitraum ihrer Identifizierung unter Umständen länger warten mussten oder in Gewahrsam genommen wurden, so kann heute nach bereits wenigen Minuten ein sicheres Ergebnis aus dem BKA erwartet werden.“ Mit der digitalen Finger- und Handflächenabdrucknahme, der digitalen Lichtbildaufnahme von Tatverdächtigen und der nach wie vor unverzichtbaren DNA-Probenentnahme sowie nunmehr der Möglichkeit schneller Identifikation sei bei der Gewährleistung des Schutzes der Bürger unseres Landes ein weiterer Qualitätssprung gelungen, betonte Innenminister Bouffier abschließend. 
 

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Last update: 2008-06-27
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