Infrarotindikatoren
AUFLADBARE IR-INDIKATOREN
Aufladbare IR-Indikatoren bestehen aus einem energiespeichernden Leuchtstoff.
Beim Auftreffen von Infrarotstrahlung wird die gespeicherte Energie als
sichtbares Licht freigesetzt. Die Aufladung bzw. Energiespeicherung erfolgt
ebenfalls durch Licht, wobei das Ladelicht eine kürzere Wellenlänge
als das emittierte Licht haben muß. Die durch Infrarotstrahlung stimulierte
Emission sichtbaren Lichts bewirkt eine abhängig von der IR-Intensität
mehr oder weniger schnelle Entladung, was ein gelegentliches Nachladen
erforderlich macht.
Vorteil der aufladbaren IR-Indikatoren ist die annähernd lineare
Abhängigkeit der stimulierten Emission von der IR-Intensität.
Weiterhin ist die relativ hohe Empfindlichkeit dieses Indikatortyps hervorzuheben.
So sind im Dunkeln noch IR-Leuchtdiodenströme von weniger als 1 mA
problemlos nachweisbar.
KONVERTIERENDE IR-INDIKATOREN
Konvertierende IR-Indikatoren wandeln IR-Strahlung ohne weitere Energiezufuhr
direkt in sichtbares Licht um. Aufgrund der dabei ablaufenden Multiphotonenprozesse
ergibt sich eine mindestens quadratische Abhängigkeit der Emission
von der IR-Intensität.
Vorteil der konvertierenden IR-Indikatoren ist, abgesehen von der extrem
einfachen Handhabbarkeit, die Konstanz und Reproduzierbarkeit des emittierten
Lichts.
Hauptanwendungsgebiet ist der Nachweis und die kontinuierliche Beobachtung
höherer IR-Intensitäten, wie sie von Leistungs-IR-Lumineszenzdioden,
IR-Laserdioden und sonstigen IR-Lasern erzeugt werden.
INVERTIERENDE IR-INDIKATOREN
Invertierende IR-Indikatoren emittieren während und nach einer UV-Bestrahlung
sichtbares Licht. Bei Bestrahlung mit IR-Licht wird diese Lumineszenz in
Abhängigkeit von der IR-Intensität geschwächt oder ganz
ausgelöscht. Die IR-Empfindlichkeit dieses Indikatortyps läßt
sich über die während der IR-Bestrahlung herrschende UV-Anregung
in weiten Grenzen variieren. Wird nur die Phosphoreszenz nach vorheriger
UV-Anregung genutzt, ist die Empfindlichkeit aufgrund der integrierenden
Wirkung am größten. Eine Grenze ist hier nur durch die endliche
Phosphoreszenzdauer gegeben.
Vorteil der invertierenden IR-Indikatoren ist der aus der Steuerbarkeit
resultierende weite Empfindlichkeitsbereich sowie die wahlweise Einsatzmöglichkeit
als integrierender oder kontinuierlicher IR-Detektor. Es werden somit die
Vorteile der aufladbaren mit denen der konvertierenden IR-Indikatoren vereint.
Einführung IRI-Serie Literatur
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