Experiment 13 mit IR-Indikatoren:

IR-Durchlässigkeit von Materialien


Mit Hilfe eines Infrarot-Indikators und einer IR-Lichtquelle läßt sich auf einfache Weise die Durchlässigkeit von Folien usw. für Infrarotlicht ermitteln.

Benötigte Ausrüstung

Vorsichtsmaßnahmen

Kurzwellige UV-Strahlung setzt die Lebensdauer der Indikatorkarte herab und kann die Augen schädigen! UV-absorbierende Sonnenbrille benutzen!

Vorbereitung: Aufladung

IRI 1100 oder 1400 vor Benutzung mit Tages- oder Leuchtstofflampenlicht bestrahlen (aufladen). Die Ladedauer hängt von der Intensität des anregenden Lichts ab und beträgt in der Regel weniger als eine Minute. Wichtig ist vor allem der Blauanteil des Ladelichts. Die IRI 1400 kann auch mit UV-A-Strahlung aufgeladen werden, wobei eine deutliche grüne Fluoreszenz entsteht. Glühlampen sind wegen ihres hohen IR-Anteils, der die Karte schon während der Aufladung wieder entlädt, ungeeignet. Die IRI 4400 benötigt keine Aufladung.

Versuchsdurchführung und Auswertung

  1. Raum so gut wie möglich abdunkeln.
  2. Rückseite der aktiven Fläche der IR-Indikator-Karte in die Nähe der Leuchtdiode/Fernbedienung bringen, so daß vorderseitig ein gerade gut wahrnehmbares Leuchten entsteht. (Zu dichter Abstand führt bei IRI 1100 und IRI 1400 zu einer zu frühzeitigen Entladung und sollte deshalb vermieden werden.)
  3. Zu untersuchenden Stoff in den Strahlengang zwischen IR-Quelle und IR- Indikator bringen, so daß Leuchtchip teilweise abgedeckt wird. Der Intensitätsunterschied zwischen dem Leuchten der abgedeckten und der nichtabgedeckten Seite gibt Aufschluß über die Absorption des zu untersuchenden Stoffs. Man beachte, daß die IRI 4400 kontrastverstärkend wirkt, da ihre Grünemission quadratisch von der eingestrahlten IR-Intensität abhängt.

Mit diesem Versuch wird man schnell feststellen, daß viele schwarze Plastikfolien IR-durchlässig sind und sich damit als preiswerte IR-Filter eignen. Auch lassen sich mit dieser Methode Informationen auslesen, die zwischen zwei IR-Filterfolien verborgen sind.