Experiment 08 mit IR-Indikatoren:
Indirekter IR-Nachweis durch lokale Ausleuchtung
Bei diesem Versuch wird die begrenzte Speicherfähigkeit der aufladbaren
IR-Indikatoren IRI 1100 und IRI 1400 genutzt, um auch sehr kleine oder
sehr große IR-Intensitäten nachzuweisen. Die beschriebene Methode eignet sich
außerdem zum Nachweis von IR-Strahlung an visuell unzugänglichen Stellen.
Benötigte Ausrüstung
-
IR-Quelle: beliebige IR-LED
-
IR-Indikator: IRI 1100 oder IRI 1400
-
Tageslichtquelle oder UV-A-Leuchtstofflampe (z.B. Geldscheinprüfer; nur für
IRI 1400)
-
IR-Fernbedienung als zweite IR-Quelle zur Betrachtung des inversen Bilds
Vorsichtsmaßnahmen
Kurzwellige UV-Strahlung setzt die Lebensdauer der Indikatorkarte herab und
kann die Augen schädigen! UV-absorbierende Sonnenbrille benutzen!
Vorbereitung: Aufladung
IRI 1100 oder IRI 1400 vor Benutzung mit Tages- oder Leuchtstofflampenlicht
bestrahlen (aufladen). Die Ladedauer hängt von der Intensität des anregenden
Lichts ab und beträgt in der Regel weniger als eine Minute. Wichtig ist vor
allem der Blauanteil des Ladelichts. Die IRI 1400 kann auch mit UV-A-Strahlung
aufgeladen werden, wobei eine deutliche grüne Fluoreszenz entsteht. Glühlampen
sind wegen ihres hohen IR-Anteils, der die Karte schon während der Aufladung
wieder entlädt, ungeeignet.
Versuchsdurchführung: IR-Nachweis
-
Den (eventuell teilweise abgedeckten) Leuchtchip der IR-Indikatorkarte bei
gedämpftem Umgebungslicht oder Dunkelheit für einige Zeit in die Nähe der
Leuchtdiode bringen und dort fixieren. Bei vorhandener IR-Strahlung leuchtet
der nichtabgedeckte Teil des Leuchtchips sichtbar auf (IRI 1100: orange;
IRI 1400: grün).
-
Sobald die IR-stimulierte Emission nachgelassen hat, IR-Quelle entfernen
oder abschalten.
-
Leuchtchip bei Dunkelheit mit schwachen IR-Licht großflächig z.B. mit
Fernbedienung bestrahlen. Die zuvor von IR-Strahlung getroffenen Stellen
leuchten jetzt dunkler als die nichtgetroffenen.
Vorteil: Es läßt sich IR-Strahlung an visuell unzugänglichen Stellen nachweisen
und nachträglich auswerten. Außerdem funktioniert dieses Verfahren auch beim
Nachweis höherer IR-Strahlungsleistungen. Umgekehrt lassen sich sehr kleine
IR-Intensitäten nachweisen, wenn man die integrierende Wirkung des Ausleucht-
(=Entlade-) Vorgangs nutzt und die Einwirkungsdauer entsprechend erhöht.