INFRAROTINDIKATOR IR-IA3


Stationäre Darstellung der Strahlungsverteilung von
IR-Leuchtdioden, IR-Lasern und sonstigen IR-Strahlern
kleiner, mittlerer und großer Leistung

FUNKTIONSPRINZIP UND ANWENDUNG

Die aktive Leuchtfläche des IR-Indikators IR-IA3 besteht aus einem Phosphor, der bei Bestrahlung mit nahem Ultraviolettlicht grünes Licht emittiert. Infrarotlicht führt zu einer intensitätsproportionalen Abschwächung dieser Grünemission (Tilgung). Auf diese Weise läßt sich ein inverses Bild der IR-Strahlungsverteilung erzeugen.

KONTINUIERLICHER BETRIEB. IR-Indikator mit langwelligem UV-A-Licht bestrahlen. Als UV-Quellen sind insbesondere Leuchtstofflampen mit Schwarzglaskolben zur Abtrennung sichtbarer Lichtanteile geeignet. Nicht geeignet sind IR-Licht abstrahlende UV-Lampen wie z.B. Quecksilberdampflampen, die wegen eingebauter Glühwendel ohne Vorschaltgerät betrieben werden können. Für UV-A-Lampen ohne Schwarzglasfilter empfiehlt sich die Vorschaltung des SCHOTT-Filters UG 1. Die Empfindlichkeit des IR-Indikators IR-IA3 läßt sich in weiten Grenzen über die UV-Licht-Intensität steuern. Hohe IR-Intensitäten lassen sich durch starke UV-Bestrahlung auflösen, schwaches IR-Licht erfordert entsprechend schwache UV-Bestrahlung. Die UV-Intensität läßt sich am einfachsten über den Abstand der UV-Lampe vom Leuchtschirm einstellen. Die Ansprechgeschwindigkeit hängt wie die IR-Empfindlichkeit ebenfalls von der UV-Leuchtdichte ab. Starkes UV-Licht führt zu Zeitkonstanten im Millisekundenbereich. Bei extrem schwacher Beleuchtung (und entsprechend hoher IR-Empfindlichkeit - Beobachtung im Dunkeln) können für den Aufbau eines stationären Bildes einige Minuten vergehen.

INTEGRIERENDER BETRIEB. Die größte IR-Empfindlichkeit erhält man nach Abschaltung der UV-Bestrahlung. In diesem Fall leuchtet der IR-Indikator eine Zeit lang selbsttätig weiter (Phosphoreszenz). IR-Bestrahlung bewirkt eine Auslöschung der Phosphoreszenz, wobei der Grad der Auslöschung nicht nur von der IR-Intensität, sondern auch von der Einstrahldauer abhängt. Eine Grenze ist hier nur durch die endliche Phosphoreszenzdauer gegeben. Es ist zu beachten, daß bereits IR-Anteile aus dem Umgebungslicht eine deutliche Wirkung zeigen. Deshalb - und auch wegen der geringeren Phosphoreszenzlichtausbeute - erfordert diese Betriebsart eine Abdunklung des Raums.

VORSICHT. Leuchtschicht nicht mit Fingern berühren. Reinigung nur mit sauberer Kunststoffbürste.
Kurzwellige UV-Strahlung setzt die Lebensdauer des IR-Indikators herab und kann die Augen schädigen.
Zur Vermeidung von Augenschäden Laserlicht nur mit Laserschutzbrille untersuchen!


TECHNISCHE DATEN


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