INFRAROTINDIKATOR IR-B2


Überprüfung von IR-LEDs und IR-Laserdioden in
Versuchsaufbauten, Fernbedienungen, Tonübertragungssendern,
Lichtschranken, Scannerstiften, Lichtwellenleitersystemen, usw.
Beurteilung von IR-Strahlstärke und -Strahlverteilung
Abschätzung der IR-Durchlässigkeit von Materialien

FUNKTIONSPRINZIP UND ANWENDUNG

Die aktive Leuchtfläche des IR-Indikators IR-B2 besteht aus einem energiespeichernden feinkristallinen Halbleitermaterial, das mit blauem Licht aufgeladen (angeregt) werden kann. Die Energieabgabe (Entladung, Emission) erfolgt in Form von hellrotem Licht, wobei als "Steuersignal" IR-Licht dient (Stimulation). Die Leuchtdichte des abgestrahlten hellroten Lichts ist direkt proportional zur Intensität des eingestrahlten IR-Lichts.

AUFLADUNG. IR-Indikator vor Benutzung in Tages- oder Leuchtstofflampenlicht aufladen und bei Empfindlichkeitsabfall nach IR-Bestrahlung oder Selbstentladung gegebenenfalls nachladen. Die Ladedauer hängt von der Intensität des anregenden Lichts ab. Bei Ladung mit Sonnenlicht genügen einige Sekunden; bei mäßigem Dämmerlicht können es mehrere Minuten sein. Beim Laden insbesondere mit Glühlampenlicht ist zu beachten, daß die volle Ladesättigung nur mit IR-freiem Anregungslicht erreicht wird, da ein IR-Anteil bereits während der Ladung eine teilweise Entladung herbeiführt. Zur Abtrennung des IR-Anteils im Ladelicht hat sich das SCHOTT-Filter BG39 bewährt. Als optimale Ladelichtquelle wird die Leuchtstofflampe OSRAM DULUX S 9W/71 Blue empfohlen, die ohne Filter einsetzbar ist.

INDIKATORBETRIEB. Der Indikatorbetrieb entspricht einer Entladung des energiespeichernden Leuchtstoffs. Die Entladung wird durch IR-Licht gesteuert und zeigt sich als hellrote Emission, deren Stärke proportional der Intensität der IR-Strahlung ist. Die Lichtausbeute ist während der Entladung nicht konstant, sondern fällt bei konstanter IR-Einstrahlung kontinuierlich ab. Die Entladedauer ist umgekehrt proportional zur Leuchtdichte des stimulierten hellroten Lichts. Die Ansprech- und Abfallzeit der Hellrotemission liegt im Nanosekundenbereich. Zur Abtrennung unerwünschter sichtbarer Anteile des zu untersuchenden Lichtstrahls kommen die Filter RG780 bis RG1000 von SCHOTT in Frage. Ist die IR-Quelle zu schwach, Umgebungslicht abschirmen. Der Infrarotindikator kann sowohl transmissiv als auch reflexiv eingesetzt werden.

SELBSTENTLADUNG. Wie jeder Energiespeicher, unterliegt auch die Infrarotindikatorkarte IR-B2 einer Selbstentladung, die sich als extrem schwache Emission hellroten Lichts äußert. Eine (fast) völlige Selbstentladung benötigt mehrere Monate; die Sättigungsladung hält sich einige zehn Minuten.

VORSICHT. Zur Vermeidung von Augenschäden Laserlicht nur mit Laserschutzbrille untersuchen!


TECHNISCHE DATEN


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