
AUFLADUNG. IR-Indikator vor Benutzung in Tages- oder Leuchtstofflampenlicht aufladen und bei Empfindlichkeitsabfall nach IR-Bestrahlung oder Selbstentladung gegebenenfalls nachladen. Die Ladedauer hängt von der Intensität des anregenden Lichts ab. Bei Ladung mit Sonnenlicht genügen einige Sekunden; bei mäßigem Dämmerlicht können es mehrere Minuten sein. Beim Laden insbesondere mit Glühlampenlicht ist zu beachten, daß die volle Ladesättigung nur mit IR-freiem Anregungslicht erreicht wird, da ein IR-Anteil bereits während der Ladung eine teilweise Entladung herbeiführt. Zur Abtrennung des IR-Anteils im Ladelicht hat sich das SCHOTT-Filter BG39 bewährt. Als optimale Ladelichtquelle wird die Leuchtstofflampe OSRAM DULUX S 9W/71 Blue empfohlen, die ohne Filter einsetzbar ist.
INDIKATORBETRIEB. Der Indikatorbetrieb entspricht einer Entladung des energiespeichernden Leuchtstoffs. Die Entladung wird durch IR-Licht gesteuert und zeigt sich als hellrote Emission, deren Stärke proportional der Intensität der IR-Strahlung ist. Die Lichtausbeute ist während der Entladung nicht konstant, sondern fällt bei konstanter IR-Einstrahlung kontinuierlich ab. Die Entladedauer ist umgekehrt proportional zur Leuchtdichte des stimulierten hellroten Lichts. Die Ansprech- und Abfallzeit der Hellrotemission liegt im Nanosekundenbereich. Zur Abtrennung unerwünschter sichtbarer Anteile des zu untersuchenden Lichtstrahls kommen die Filter RG780 bis RG1000 von SCHOTT in Frage. Ist die IR-Quelle zu schwach, Umgebungslicht abschirmen. Der Infrarotindikator kann sowohl transmissiv als auch reflexiv eingesetzt werden. Die grobkörnige Vorderseite ist bei IR-Auflicht deutlich empfindlicher als die feinkörnige Rückseite.
SELBSTENTLADUNG. Wie jeder Energiespeicher, unterliegt auch die Infrarotindikatorkarte IR-B2 einer Selbstentladung, die sich als extrem schwache Emission hellroten Lichts äußert. Eine (fast) völlige Selbstentladung benötigt mehrere Monate; die Sättigungsladung hält sich einige zehn Minuten.
VORSICHT. Indikatorkarte nicht biegen. Bruchgefahr. Reinigung
mit feuchtem Tuch. Nur Isopropylalkohol oder Wasser (mit Spülmittel
versetzt, Temperatur <50°C ) verwenden.
Zur Vermeidung von Augenschäden Laserlicht nur mit Laserschutzbrille
untersuchen!